thema
Weltausstellung EXPO 2000: Anwaltsplanung im Stadtteil

projektbeschreibung
Zielsetzung
Schaffung von Akzeptanz für die Maßnahmen zur EXPO 2000, u.a. durch eine angemessene Beteiligung der Bürger in den Stadtvierteln rund um das Ausstellungsgelände.
Konzepte
Kernstück der Anwaltsplanung war die Initiierung und Organisation von Bürgerforen, sowie von:
- Arbeitsgruppen, Workshops, Exkursionen, Info-Veranstaltungen
- Bürgerbüros in den Stadtteilen, Öffentlichkeitsarbeit
- Kooperations- und Vernetzungsaktivitäten der Akteure vor Ort
- Vertreten der Bürgerinteressen, z.B. in städtebaulichen Wettbewerbsverfahren
Inhalte
Die
etwa 20.000 Bewohner der umliegenden Stadtviertel (Wülferode,
Bemerode und Mittelfeld) hatten im Hinblick auf die
Weltausstellung viele Vorbehalte, Anregungen und Hoffnungen.
So
erwarteten die Bürger hohe Belastungen der Verkehrswege, des
Wohnungsmarktes und der Umwelt. Sie erhofften sich aber auch Vorteile
im Sinne einer verbesserten Infrastruktur, neuer Arbeitsplätze und
einer Belebung der Stadtteile. Es galt nun, die teilweise stark
divergierenden Interessen der Bürger konstruktiv in die Planung
mit einzubinden.
Die Anwaltsplanung ermöglichte die Vermittlung zwischen den
Interessen von Bürgern und Planern. Ein späterer Effekt war
die Weichenstellung zur Aufnahme des Stadtteils Mittelfeld in das
Programm „Soziale Stadt“, aufbauend auf Strukturen und Kompetenzen, die
während der EXPO-Anwaltsplanung enstanden sind.
projektort
Hannover
auftraggeber
Stadt Hannover
publikation
Kuklinski,
Oliver und Manfred Joppke; Anwaltsplanung im Stadtteil - Die Mühen
der erweiterten Bürgerbeteiligung zur Weltausstellung EXPO
2000; in: Bürgerbeteiligung und Demokratie vor Ort; Hrsg: Stiftung
Mitarbeit; Bonn, 1997